Der Baikalsee in Zahlen

In den letzten Jahren habe ich einige Berichte über den Baikalsee gelesen. Es fiel mir auf dass es unterschiedliche Angaben über die verschiedensten Fakten gibt. Auch habe ich einige Umrechnungsfehler entdeckt, denn es ist gar nicht so einfach, Angaben in Litern oder m³,  Tonnen oder km³ zu vergleichen und zu verstehen.

Was ist mir also aufgefallen ?

Die Anzahl der Zuflüsse schwankt zwischen 300 und über 600. Wie groß muss nun ein Zufluss sein, um in dieser Statistik aufgenommen zu werde ?  Ich halte mich an eine alte Sage, bei der der alte Baikal 336 Söhne aber nur "eine" Tochter (Angara) hat. Wichtig für die Befüllung des Baikal sind zwei Flüsse: Die 1.480 km lange Selenga und die obere Angara die 50 % bzw. 35 % des Zuflusses beisteuern. Die Selenga bringt darüber hinaus viel Sand mit und ist damit auch für die geringere Tiefe im südlichen Teil des See's verantwortlich.

Einer topographischen Karte entnahm ich die größte Tiefe von 1.634 m. Die durchschnittlich Tiefe dagegen beträgt 730 m.  

Mit 31.500 km² ist der Baikal "nur" der siebtgrößte See der Erde (einschl. Kaspisches Meer). Seine Länge beträgt ca. 640 km, die größte Breite liegt bei 79,4 km, durchschnittlich ca. 40 km. Die Uferlänge misst etwa 2.000 km. Mit seinen 23.600 km³ Inhalt ist der See der größte Süßwassersee der Erde. Das sind 80 % des Oberflächensüßwassers Russlands oder 20 % der Süßwassermenge der Erde. Meine Frage: Welches Süßwasser ist gemeint? Verfügbares Trinkwasser oder Süßwasser (einschl. Pole)?

In fast jeder Beschreibung wird von "einem" Abfluss geschrieben. In Verbindung mit der Größe des Baikals wird dieser Erwähnung der Anschein des ungewöhnlichen geweckt. Nur, welcher See hat mehrere Abflüsse? 

   

Stand: 28.10.2005